#100 Vitamin D: Zwischen Mangel, Sonnenmythos und Megadosen
Shownotes
Vitamin D wird häufig eingenommen – oft ohne Messung, ohne klares Ziel und ohne Verständnis für individuelle Unterschiede. Diese Folge setzt genau dort an. Wir sprechen über realistische Zielbereiche, über das Einheitenchaos zwischen ng/ml und nmol/l und darüber, warum zwei Menschen auf die gleiche Dosis völlig unterschiedlich reagieren können.
Themen wie Low-Responder, Körperfettanteil, Darmaufnahme und genetische Unterschiede spielen dabei ebenso eine Rolle wie praktische Fragen zur Einnahme: Cofaktoren, täglich oder wöchentlich, Tropfen oder Kapseln, mit oder ohne Fett. Ziel ist kein Dogma, sondern ein klarer, messbasierter Umgang mit Vitamin D im Alltag.
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00:00:00: Und bei Vitamin D zwar ein super bekanntes Vitamin, aber eines, wo es auch sehr viele Missverständnisse noch gibt, sehr viel Halbwissen gibt.
00:00:08: Was dann halt in der Praxis das Problem ist, wenn man zu wenig Vitamin D hat, es ist unimmunmodulierend.
00:00:12: Und das ist das Wichtige.
00:00:13: Es regelt hoch und runter.
00:00:15: Das heißt, du hast manchmal das Problem, dass vielleicht eine Aktivierung nicht so gut funktioniert.
00:00:19: Das heißt, du kannst generell mehr Autoimmunität haben, wenn du ein Vitamin D-Mangel hast.
00:00:23: Du hast aber gegebenenfalls auch das Problem, dass das Immunsystem nicht richtig hoch fährt, wenn du einen Infekt hast.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Beyond Livespin.
00:00:35: Grüß Dich, Max.
00:00:36: Grüß Sie Dich, Mario.
00:00:37: Wir melden uns wieder aus dem schönen Kapstadt dieses Mal und haben uns als Thema für diese Folge Vitamin D rausgesucht.
00:00:45: Nicht, weil es hier zum Sonnenschein aus dem Hintergrund passt, sondern weil es ja auf der Nordhalkugel, sprich in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in den europäischen Ländern gerade sehr kalt ist.
00:00:55: Und wir hatten in der letzten Folge über Erkältungen geredet.
00:00:57: Und was bei Erkältungen ja eine sehr, sehr große Rolle spielt, ist Vitamin D. Und bei Vitamin D, das ist zwar ein super bekannter Vitamin, aber eines, wo es, glaube ich, auch sehr viele Missverständnisse noch gibt, sehr viel Halbwissen gibt und so weiter und so fort.
00:01:13: Und mit dem wollten wir heute mal aufräumen und haben uns deswegen ein bisschen in das Thema reingearbeitet.
00:01:19: Was war für dich am spannendsten bei der Recherche für Vitamin D?
00:01:25: Das war für mich spannend, das ist natürlich eine sehr gute Frage.
00:01:28: Ich finde, also ich habe das nicht so viel Neues gelernt.
00:01:32: Es war eigentlich eh so, man ist eigentlich so rangegangen, man hat eigentlich schon Sachen gesucht, die man eh schon weiß.
00:01:38: Hat die Studien halt einfach noch mal rausgeforset.
00:01:42: Ich glaube, was schon noch mal cool war, war noch mal dieses ganze Immunsystem Thema einzutauchen, zu sehen, wie Vitamin D eben da funktioniert.
00:01:49: Das hatte ich alles nicht mehr so genau im Kopf.
00:01:51: Das war schon sehr cool.
00:01:53: Und sonst die Klassiker, die man kennt, Knochenabbau und so weiter.
00:01:57: Das jetzt nochmal alles gerade zu ziehen, haben wir auch Spaß gemacht.
00:02:00: Sehr cool.
00:02:01: Ja, ich fand auch so ein paar Zahlen und Fakten sehr spannend, die wir später im Podcast noch hören werden, wie viel der Prozent vom Genom zum Beispiel von Vitamin D beeinflusst werden und so weiter und so fort.
00:02:12: Das ist eine unfassbar große Zahl.
00:02:15: Und insofern, ja.
00:02:18: Steckt da auf jeden Fall sehr sehr viel in der heutigen Folge.
00:02:21: Jetzt Vitamin D selber ist ja, redet ja von Vitamin D als Vitamin und Vitamin ist ja eigentlich was essentielles, was der Körper selber ja gar nicht herstellen kann.
00:02:33: Und der Körper kann Vitamin D aber schon selber herstellen.
00:02:38: Deswegen sagt man ja eigentlich, es ist weniger in Vitamin als eigentlich ein Prohormon.
00:02:44: Was heißt denn das eigentlich?
00:02:46: Ja, am Ende ist es erst mal was, was der Körper auf jeden Fall selber herstellen kann.
00:02:50: Also, wir können es tatsächlich über die Haut, gibt es im Grunde ein Prozess über UVB-Licht und dann produziert ihm die Haut Vitamin D, Vitamin D III, besser gesagt, Kohlekalziferol.
00:03:02: Wir werden nachher noch ein bisschen diese Begrifflichkeiten aufräumen.
00:03:06: Das heißt, es ist erst mal auf jeden Fall kein Vitamin.
00:03:11: Interessanterweise gehört Vitamin D das Prohormon, was die Haut herstellt.
00:03:20: Und dann wird das aktive Vitamin D, das ist sogar ein Sterithormon.
00:03:26: Also Vitamin D zu sich nehmen könnte man auch sagen, ja nur ein Sterithormon.
00:03:29: Das fand ich irgendwie ganz cool.
00:03:32: Und es hat eben einfach dadurch unfassbar viele Signaleffekte im Körper, sei es eben, wie wir schon angesprochen haben, Immunsystemen, Knochen auf dem Abbau, diese ganze Modulation.
00:03:43: Und wirklich eigentlich was ganz was anderes, als man jetzt erstmal einschätzen würde.
00:03:49: Es ist wirklich eigentlich Hormontherapie.
00:03:53: Das finde ich echt ganz cool.
00:03:54: Da sind ja mal alle dann erstmal ganz vorsichtig.
00:03:57: Vitamin D ist eigentlich eine ganz gute Case, die man machen kann.
00:04:00: Aber klar, bei Vitamin D, wie bei allen Hormonen, gibt es halt auch einen zu viel und einen zu wenig.
00:04:05: Und deswegen muss man halt ein bisschen vorsichtiger sein.
00:04:07: Genau.
00:04:08: Jetzt ist es ja so, du hast gesagt, wenn UV-Strahlung auf unsere Haut trifft, dann produzieren wir Vitamin D, die wir dann später sehen.
00:04:19: Wir werden später sehen, dass das nicht in allen Fällen so ist, sondern dass es da immer eine gewisse Intensität von dem UV-Licht auch braucht.
00:04:26: Und falls sich jemand mal irgendwie eine sehr, sehr billige Sonnenbrille gekauft hat, dann steht da immer drauf UVA-Schutz, UVB-Schutz.
00:04:34: Und für das Vitamin D ist eben das UVB-Licht relevant und nicht das UVA-Licht.
00:04:42: Das Licht trifft dann auf die Haut und da wird dann praktisch dieser Vorläufer umgewandelt in dieses Kohlekalsyferol.
00:04:51: Und diese Umwandlung, das fand ich dann noch spannend.
00:04:54: Normalerweise wäre es ja so, okay, man legt sich zwei, drei Stunden in die Sonne.
00:04:58: Hier in Südafrika zum Beispiel haben wir ja einen sehr, sehr hohen UV-Index.
00:05:01: Der ist acht, neun, zehn, wir hatten auch schon mal dreizehn, einen Tag war sogar schon vierzehn.
00:05:05: Die Scalas fünfzehn teilig, also vierzehn ist schon enorm hoch.
00:05:11: Und da gibt's dann... Das ist so ein zweiteiliger Mechanismus, weil einerseits hat man diese direkte Umwandlung durch die Sonnenstrahlung, aber wenn ich dann drei Stunden in der Sonne liegen würde, dann würde hier massiv Vitamin D produziert werden und der Körper würde ja so richtig damit geflutet werden.
00:05:27: In der Praxis passiert das nicht, weil es gibt noch so einen zweiten temperaturabhängigen Schritt, der so zeitverzögert erfolgt.
00:05:33: Also viele, viele Stunden später erfolgt dann die tatsächliche Umwandlung in dieses Kohlekalsyferol und das verhindert praktisch, dass der Körper so direkt mit den also mit dem mit dem vitamin D drei dann tatsächlich geflutet wird womit er ja eigentlich auch gar nicht umgehen kann.
00:05:49: also das zeigt dann schon auch dafür dass auch Leute die sehr sehr gerne sonnen baden nicht mit irgendwie toxischen vitamin D metaboliten dann plötzlich durchspült werden einfach weil sie so lange in der sonne waren und der körper das so stark produziert hat.
00:06:03: das fand ich schon mal sehr sehr spannend.
00:06:06: jetzt nehmen wir dieses.
00:06:07: jetzt haben wir dieses Vitamin D-III dann produziert, aufgenommen oder eben in der Haut produziert und das geht dann in die Leber und in der Leber wird dann ein chemisches Molekül angehängt und dann muss es noch mal weiter in die Niere und dann wird noch mal das gleiche chemische Molekül angehängt und dann haben wir das aktive Vitamin D, das Kalzitriol.
00:06:28: In der Leber wird Kalzidiol produziert und Kalzitriol haben vielleicht manche schon mal gehört, das wird dann in der Niere produziert und das hat dann die die ganzen Effekte im Körper.
00:06:38: Es ist allerdings so, dass dieser letzte Schritt in der Niere, der sehr, sehr stark kontrolliert.
00:06:44: Also da das wird sehr, sehr streng reguliert vom Körper.
00:06:46: Brauchen wir das überhaupt?
00:06:48: Brauchen wir das nicht?
00:06:49: Brauchen wir gerade die Effekte vom Vitamin D, damit wir zum Beispiel unseren Calcium Spiegel regulieren können und so weiter und so fort?
00:06:54: Das ist beim Calci-Diol nicht so, das wird teilweise rechts.
00:06:59: Ich sage es mal vergleichsweise unkontrolliert produziert und der Leber wird erst mal sehr, sehr viel von dieser Vorarbeit gemacht und die Niere entscheidet dann letzten Endes, was damit dann passiert und ob das dann auch tatsächlich umgewandelt wird.
00:07:12: Sehr spannend, wenn wir später noch über das Immunsystem reden, ist nämlich, dass das nicht nur die Niere kann, sondern dass das auch manche Immunzellen auch selber können.
00:07:21: und dass die auch direkt Vitamin D aktivieren können für ihre eigenen Zwecke und für ihre eigenen Effekte dann auch im Zählkern.
00:07:29: Und das war auch was, was mir vorher gar nicht ganz so bewusst war, dass es da in dieser angeborenen Immunabwehr auch diese direkten Effekte von Vitamin D gibt, weil man ja sonst auch immer nur von der Unterstützung des Immunsystems redet und eigentlich hat man da aber schon diese kausalen Effekte dann mit dabei.
00:07:45: Das fand ich spannend.
00:07:47: Und noch ein letzter Punkt für ... Wenn wir über Vorstufen und so reden, ist es so, dass man Rachitis früher bekommen hat, wenn man diese Knochenweichkrankheit, dass man die bekommen hat, wenn man zu wenig Vitamin D hatte und vor vielen vielen Jahrzehnten die erste Behandlung ist nicht das D-III gewesen, was wir heute kennen, also dass man dann diese D-III-Tropfen, sehr häufig aus tierischem Ursprung, dann schluckt, sondern dass das Vitamin D-II gewesen ist, nämlich die pflanzliche Alternative, das Ergokalziferol, hat heutzutage bei praktisch gar keine Relevanz mehr, weil es sehr, also sehr viel weniger potent, sehr viel weniger stabil wird, sehr viel schneller abgebaut und deswegen eigentlich für eine Supplementierung gar nicht so relevant.
00:08:34: Aber gibt noch manche Kreise in den USA, die sehr, sehr, sehr hohe Dosen von Vitamin D II empfehlen.
00:08:42: Das aber entspricht nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand, das vielleicht nicht dazu.
00:08:47: Du
00:08:47: hast ja gesagt, die drei aus aus tierischen Quellen, da vielleicht noch dazu, dass die Hauptquelle wird eigentlich in Zapplements, zum Beispiel ist dann Wollwachs.
00:08:56: Eigentlich ganz interessant, ich habe das auch früher gar nicht gewusst und man ist sich dem, man denkt irgendwie, glaube ich, also ich habe früher immer gedacht, alles die drei war so so im Supermarkt kaufst oder fast du jetzt vielleicht auch im Onlineshop kaufst.
00:09:08: das ist safe, alles vegan, weil woher soll das denn kommen, oder vielleicht sogar synthetisch irgendwie hergestellt, aber nee, es wird aus Wollwachs, also aus Schafsvolle wirklich hergestellt, das ist total interessant.
00:09:19: Und wenn man dann wiederum eine vegane Alternative kauft, dann ist das irgendwie aus so flächten, quasi nicht schuppenflächten, aus flächten hergestellt, also aus so Pilzen im Grunde.
00:09:31: Also auch ganz interessant, wo das dann wirklich herkommt.
00:09:35: macht tatsächlich wohl keinen Sinn oder finanziell noch keinen Sinn, so was synthetisch zu machen.
00:09:39: Ja, da steht dann aber nicht auf der Flasche hinten drauf aus Wolwachs, sondern aus Lanolin.
00:09:43: Genau, Lanolin ist dann das schöne was.
00:09:45: Dass wir das schon mal gehört haben, wenn man hinten auf die Flasche oder auf die Kapseln oder auf die Presslinge drauf schaut, dann steht da meistens Quelle Lanolin und das ist zwar vegetarisch, aber nicht vegan.
00:09:57: Genau.
00:09:57: Das ist der einzige Unterschied.
00:10:01: Jetzt schauen wir mal ein bisschen weiter zu den Effekten.
00:10:03: und da ist es ja so, dass ich am Anfang schon ein bisschen angeteasert hatte, dass es die Zahl so spannend fand, wie viel Prozent vom gesamten menschlichen Genom über Vitamin D beeinflusst werden.
00:10:16: Und das sind drei bis fünf Prozent gewesen und ich finde das eine unfassbar große Zahl, wenn man sich vorstellt, wie groß die DNA ist, diese drei Milliarden Basenpaare, die man da hat.
00:10:26: Und drei bis fünf Prozent davon werden von nur einem Molekül, also nur vom Vitamin D praktisch.
00:10:32: angesteuert und verändert und das ist schon beeindruckend.
00:10:36: Das zeigt auch, wie wichtig es ist, dass man den Spiegel in einem guten Bereich hat, dass man auch die Versorgung sicherstellt, dass man auch nicht so viel davon hat.
00:10:44: Das ist eben sehr, weil Vitamideen manchmal so ein bisschen vergessen, dass das ja in sehr, sehr hohen Dosen auch erst mal schon gar kein Benefit mehr bringt, also nur noch teuer ist und zweitens dann ja sogar auch schaden kann.
00:10:56: Da komme ich dann später auch noch mal darauf zurück.
00:10:59: Aber ... Ja, erst der Anlaufstelle.
00:11:02: Stacke Zahl auf jeden Fall.
00:11:03: Ja, das fand ich sehr beeindruckend.
00:11:05: Und das Erste, womit man Vitamin D in Verbindung bringt, ist das Immunsystem.
00:11:10: Also Vitamin D unterstützt das Immunsystem, unterstützt die normale Funktion der Immunsystems.
00:11:15: Ich glaube, so lautet auch der zugelassenen Healthclaim von der europäischen Lebensmittelbehörde.
00:11:21: Was macht das denn da im Immunsystem?
00:11:23: Wir haben schon gesagt, manche Zellen können das sogar selber aktivieren.
00:11:27: Genau, also ich meine, das hast du gesagt.
00:11:30: Aber nee, es ist auf jeden Fall so.
00:11:32: Und interessanterweise haben im Immunsystem extrem viele Zellen so Vitamin D Rezeptoren.
00:11:39: Das heißt, also da kann das Vitamin D wirklich direkt andocken.
00:11:42: Und was dann halt in der Praxis das Problem ist, wenn man zu wenig Vitamin D hat, ist eben, dass auch vielleicht nicht genug Vitamin D da ist, um eben anzudocken, umgeben, falls so Immunzellen zu modulieren.
00:11:51: Ich sage jetzt die unbedingt immer aktivieren.
00:11:53: Das ist eine Modulation, weil es eben manchmal eine Aktivierung oder eine Reduktion auch eine Deaktivierung eigentlich ist, weil Vitamin D eben nicht einfach im Immunsystem aktivieren, das wäre zu einfach ist, sondern im Immunsystem aktivieren ist ja eigentlich, okay, ich habe jetzt gerade irgendwie mit was zu kämpfen, mein Immunsystem fährt hoch und kämpft dagegen.
00:12:15: Soweit wenn du Vitamin D einnimmst, dann willst du ja nicht, dass du dann auf einmal hier eine Autoimmunreaktion hast und auf einmal irgendwie rot anläufst oder infekt.
00:12:24: hast, der gar nicht echt ist.
00:12:26: Das heißt, es ist immun modulierend und das ist das Wichtige.
00:12:30: Es regelt hoch und runter und wenn zu wenig da ist, kann eben dieser Prozess nicht unbedingt so ideal ablaufen.
00:12:36: Das heißt, du hast manchmal das Problem, dass vielleicht eine Deaktivierung bzw.
00:12:41: eine Aktivierung nicht so gut funktioniert.
00:12:43: Das heißt, du kannst Tendenziell mehr Auto um Immunität haben, wenn du ein Vitamin D-Mangel hast.
00:12:47: Du hast aber gegebenenfalls auch das Problem, dass das Immunsystem nicht richtig hoch fährt, wenn du einen Infekt hast.
00:12:53: Also beide Seiten können quasi bespielt werden und beide Seiten können Probleme machen.
00:12:58: Und das ist eigentlich das so, würde ich sagen, so der Key-Take-Away.
00:13:02: Du kannst gerne jetzt aber noch ein bisschen biochemischer eintauchen, wenn du möchtest oder pharmakokinetischer eintauchen.
00:13:08: Also im Grunde hast du das ja schon wunderbar zusammengefasst, dass man unterscheidet ja immer zwischen angeborenen und erworbenen Immunsystem.
00:13:15: und beim angeborenen Immunsystem ist Vitamin D dann eher der Aktivator, wenn es denn benötigt wird, weil eben dieser Teil von diesen Immunzellen, das sind jetzt so Fresszellen zum Beispiel oder dendritische Zellen, die können... dieses Vitamin D, also das Kalsidiol, auch selber in Kalsitriol umwandeln, das machen sie allerdings nicht für die Zellen in ihrer Umgebung, sondern nur für sich selber.
00:13:39: Also das heißt, da ist Vitamin D schon so ein Aktivator, auch wenn es um so kleine Moleküle geht, die der Körper halt auch zu Abwehr nutzt, dann müssen wir jetzt auch gar nicht tiefer in die Nomenklatur einsteigen.
00:13:51: Und beim Erworvenenimmunsystem, also das, was dann auch ein bisschen später aktiviert wird und das, was wir auch beim Impfen nutzen und so weiter und so fort.
00:14:00: Da ist Vitamin D dann dieser klassische Modulator.
00:14:02: Das sorgt dafür, dass wir keine überschießende Immunreaktion haben.
00:14:05: Das sorgt dafür, dass wir keine Autoimmunität haben.
00:14:09: Also, dass sich der Körper nicht selber angreift und so weiter und so fort.
00:14:12: Also, dass der Körper zwischen Fremd und Eigen unterscheiden kann.
00:14:15: Das ist eine sehr, sehr wichtige Funktion.
00:14:17: Da ist Vitamin D auch sehr potent.
00:14:21: Aber ja, vielleicht so einfach zum zu merken.
00:14:24: Allgemein ist die Funktion immun modulierend und Auch die Immunzellen können sich selber mit dem Vitamin D auch zu helfen wissen.
00:14:34: Die Voraussetzung ist da immer, dass wir genügend Calcidiol haben.
00:14:37: Das heißt, es gibt wahrscheinlich Leute, die wunderbar gesunde Knochen haben und der Vitamin D-Spiegel reicht total aus, um diesen Calciumhaushalt zu regulieren.
00:14:46: Für das Immunsystem kann der Spiegel aber ja trotzdem ein bisschen zu niedrig sein, weil eben diese Menge an Vorläufern, an zirkulierenden Vorläufern nicht gegeben ist, sodass sich die Immunzellen selber und anführungszeichen Jumps starten können.
00:15:00: Ich würde auch sagen, du brauchst am Ende auch eine gewisse Art von Redundanz, wenn du mal mehr brauchst.
00:15:04: Das heißt, du solltest vielleicht sogar ein bisschen zu hohen Spiegel in Anführungszeichen haben, als du halt für die Basisfunktion brauchst, weil was ist, wenn eben mal mehr gebraucht wird, dann muss der Körper ja auch darauf zugreifen können und dann kann der Spiegel eben auch fehlen.
00:15:19: Also da sehr, sehr breites Arsenal, da könnte man unfassbar tief einsteigen, sage ich jetzt mal.
00:15:25: Aber beim Immunsystem selber muss man eigentlich nur diese Unterschiede inzwischen angeboren und erworben im Immunsystem mal treffen.
00:15:32: Ansonsten ein zweiter wichtiger Wirkungsbereich oder Mechanismusbereich beim Vitamin D sind die Knochen.
00:15:40: Knochen werden ja, und das wissen viele Leute auch nicht, die werden ja ständig auf- und abgebaut.
00:15:44: Also jeden Tag werden Knochen aufgebaut, an anderer Stelle Knochen abgebaut.
00:15:49: Da gibt es viele Einflussfaktoren drauf.
00:15:51: Einer ist natürlich die Versorgung mit den nötigen Bausteinen, mit den nötigen Mikronährstoffen.
00:15:56: Das andere hat etwas mit Bewegung zu tun, wenn wir natürlich viel Krafttraining machen, wenn wir Muskeln trainieren und wir große Muskeln haben, dann sorgen die dafür, dass der Zug an den Knochen, wo die Muskeln natürlich ansetzen und entspringen, heißt er auch in der Anatomie.
00:16:13: Da haben wir mehr Zug, das heißt der Knochen wird dann genau in dem Bereich steigert.
00:16:17: Das ist ja auch der Grund, wieso Krafttraining im Alter immer wichtiger wird und wieso man dann ja auch mehr Muskelmasse haben sollte, damit man eine osteoporose Prävention hat, genau aus dem Grund.
00:16:29: Mehr Muskulatur sorgt für mehr Zug an den Knochen und das sorgt dafür, dass die Osteoblasten ein bisschen dominanter sind, dass eben diese Zellen, die den Knochen dann aufbauen.
00:16:38: Und Vitamin D kann aber beides machen.
00:16:41: Also Vitamin D kann...
00:16:42: Ganz klar,
00:16:44: das ist auch ein Modulator.
00:16:45: Nur weil man Vitamin D nimmt, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass man seinen Knochen was Gutes tut.
00:16:51: Das Entscheidende ist da nämlich der Calciumspiegel.
00:16:54: Wenn wir nämlich zu wenig Calcium haben oder das Calcium in Blut zu niedrig ist, wie Vitamin D hat... Auch eine zentrale Aufgabe und dies nicht der Erhalt der Knochen, sondern das ist der Erhalt vom Kalziumspiegel.
00:17:05: Das heißt, wir haben zu wenig Kalzium im Blut.
00:17:07: Dann wird Vitamin D die Osteoklassen aktivieren, dass die Knochen abbauen, dass das Kalzium wieder freigesetzt wird und die Blutbahn kommt.
00:17:14: Und wir haben weniger Knochen, aber der Körper hat wieder genügend Kalzium.
00:17:17: Ungekehrt kann es aber auch sein, wenn wir diesen Reiz setzen.
00:17:21: Training oder zum Beispiel auch bei einer Verletzung.
00:17:24: Wenn wir uns einen Knochen brechen, dann braucht man ja auch wieder Osteoblasten, die diesen Knochen dann wieder aufbauen.
00:17:31: Da braucht man dann wiederum ausreichend Vitamin D, damit dieses Calcium dann auch, weil Vitamin D sorgt ja nicht nur dafür, dass das Calcium vom Knochen ins Blut kommt, sondern auch das Calcium, das wir über die Nahrung aufnehmen vom Darm dann ins Blut kommt.
00:17:46: Und wenn wir da genügend Buildingblocks haben, dann wird das Vitamin D auf jeden Fall dafür sorgen, dass das dann auch tatsächlich eingebaut wird und nicht wieder rausgesaugt wird aus dem Knochen.
00:17:57: Also wieder so ein Wagensystem.
00:18:00: Ja, dazu vielleicht zur Keilsumaufnahme.
00:18:02: Das wird noch was richtig schönes aufgeschrieben, dass gerade bei einem Vitamin D-Mangel... eben sichtbar ist, dass auch weniger Calcium aufgenommen wird, als wenn man eben ausreichende Vitamin D hat und eine optimale Versorgung hat.
00:18:13: Da spricht man von einem Mangel ungefähr bei zehn bis fünfzehn Prozent des Calciums, was aus dem Darm wirklich absorbiert werden kann und bei einem optimalen Spiegel, einem optimalen Versorgung von dreißig bis vierzig Prozent, also schon echt ein großer Unterschied, was dann natürlich auch langfristig, also insbesondere, wenn das halt über eine längere Periode hinweg ist, schon echt ein krassen Unterschied machen kann.
00:18:34: Da spreche ich jetzt nicht von einem Jahr, da spreche ich jetzt von vielen Jahren.
00:18:37: wo man aber halt dann auch sieht, okay, vielleicht hat das halt echt einen Unterschied gemacht bei der blonden Dame mit Osteoprose, die ja so der klassische Patient ist.
00:18:47: Wenn sie halt ihr Leben lang auf ihren Vitamin-D-Spiegel geachtet hätte, wäre das halt vielleicht auch erst fünfzehn Jahre später aufgetreten.
00:18:53: Und das ist dann schon was, was richtig Impact hat.
00:18:58: Dann, wenn man ein bisschen weggeht von der Funktion.
00:19:04: Und man für sich selber mal geklärt und entschieden hat, hey, Vitamin D ist eigentlich eine gute Idee.
00:19:08: Dann ist eigentlich super wichtig dazu zu sagen, hey, geht doch bitte messen.
00:19:13: Vitamin D ist, wir haben es schon am Anfang gesagt, man will nicht zu wenig haben, man will nicht zu viel haben.
00:19:17: Das ist so ein Hormon, das irgendwo in einem gewissen Bereich liegen sollte.
00:19:21: Und deswegen muss man das auch messen, weil woher soll man es denn sonst auch wissen.
00:19:25: Diese Aufnahmefähigkeit vom Vitamin D, die ist nämlich enorm unterschiedlich.
00:19:32: Es gibt auch Das hat sich auch noch mal irgendwo herausgeschrieben.
00:19:36: Es gibt auch einen Teil von Low Respondern, also von Leuten, die zum Beispiel auf diese natürliche Vitamin D-Synthese gar nicht gut reagieren.
00:19:45: Und das sind bis zu fünfundzwanzig Prozent von Leuten, die durch die Sonne zum Beispiel auch, wenn es ein guter UV-Index ist, einfach nur unzureichend sich mit Vitamin D versorgen.
00:19:53: Die werden niedrigeren Vitamin D-Spiegel haben als Leute, die das nicht.
00:19:57: Genau, klassische Genworterregeln.
00:20:00: Die hat man nicht nur bei der Vitamin D Aufnahme und dann Synthese im Körper, sondern natürlich auch bei den Effekten vom Vitamin D. Da gibt es genau das Gleiche, weil auch so ein Vitamin D Rezeptor, woran das Vitamin D dann bindet und wo diese ganzen wunderbaren oder nicht so wunderbaren Effekte entstehen, da ist es auch so, dass es sehr, sehr viele genetische Varianten und Isoformen gibt.
00:20:24: Deswegen weiß man das am Ende auch tatsächlich nur, wenn man misst und sich da in einen eher hochoptimalen Bereich bringt, wo man dann sagt, jetzt bin ich in einem Bereich, wo auch wenn ich eine niedrige Empfindlichkeit habe, ich trotzdem ausreichend mit Vitamin D versorgt bin.
00:20:41: Aber wo liegt denn eigentlich dieser optimale bzw.
00:20:44: hochoptimale Bereich, weil der Normalbereich ... Falls jemand schon mal das Vitamin D gemessen hat, der liegt irgendwo zwischen zwanzig und hundert bei den Laboren.
00:20:52: Also wenn die Laborinwert ausspucken, dann steht da meistens, wenn es Nanogramm pro Milliliter sind, muss man immer unterscheiden, zwanzig bis einhundert.
00:21:01: Ja, also erste Unterscheidung.
00:21:03: Es gibt mehrere Vitamin D-Werte, die man messen kann.
00:21:05: Es gibt den zwanzig in Klammern dann UH.
00:21:09: und D-Wert.
00:21:11: Der ist, der den man messen will.
00:21:13: und dann gibt es aber den EINZ Komma, der ist eigentlich erst mal zweitrangig, wenn es jetzt um die Vitamin D Messung und Vitamin D Spiegel per See geht, weil das ist eigentlich das Vitamin D, was eben den Knochen remodelt und das kann trotzdem noch gut sein, auch wenn man einen schlechten Vitamin D Spiegel hat, weil eben das priorisiert wird dann.
00:21:36: Andersrum kann es aber natürlich auch anders ... rum sein, ne?
00:21:39: Es kann auch sein, dass das schlechtes ... ... und andersrum es gut ist, dann hat man irgendwie ... ... dann hat man wahrscheinlich ein Problem ... ... im Umbau ... ... von eben diesem ... ... Vierundzwanzig OHD ... ... zum Eins Komma Vierundzwanzig.
00:21:48: Das ... ... ist dann aber eher eine zweitreinige Sache, ... ... die ich mir nachher erst anschauen würde, ... ... weil vorher willst du ja erst mal wissen, ... ... hast du überhaupt ein Vitamin D Mangel, ne?
00:21:56: Das ist eigentlich das ... ... häufige Problem und das andere ist eher ein seltenes Problem.
00:22:00: Und dementsprechend sollte man das auch so behandeln, ... ... dass man nicht den ... ... den Kleinigkeiten erst mal hinterhereckt, ... ... sondern eben den wichtigen Themen.
00:22:06: Das heißt, Vierundzwanzig OHD ... Und das ist auch schon gesagt, Nanogramm-Promililiter ist in Deutschland am üblichsten.
00:22:12: Man sieht aber manchmal eben auch Nanomol pro Liter.
00:22:15: Das ist gerade eher in so einem angelsächsischen, also amerikanisch-britischen Raum recht üblich.
00:22:21: Das sieht man da eben auch häufiger.
00:22:22: Und wenn man das eben einfach mal umrechnen will von Deutschland als Internationale oder auch umgekehrt, kann man die Nanogramm-Promililiter mal mal zwei Komma fünf nehmen, dann kommt man bei den Nanomol pro Liter raus ungefähr.
00:22:35: Und andersrum geht es natürlich auch, wenn man es teilt.
00:22:37: Also da einfach ein bisschen darauf achten, weil es kann natürlich jetzt sein, dass wir über ein hunderter Wert reden, aber logischerweise ist er bei Nanomolproliter viel viel schlechter oder viel viel niedriger als er bei Nanogramm.
00:22:51: pro Milliliter gemessen wird.
00:22:52: Ich wollte gerade schon mal zu sagen, wir reden immer von eigentlich Nanogramm pro Milliliter und wenn wir sagen Spiel von fünfzig, dann meinen wir auch fünfzig Nanogramm pro Milliliter und nicht Nanomol per Liter.
00:23:03: Genau, weil da kommt dann noch viel Verwirrung rein, weil man vergisst, da häufig darauf zu achten.
00:23:08: Man schaut dann einfach nur auf die Zahl und schaut dann auf, okay, ich bin immer halt vom Referenzbereich passt.
00:23:13: Aber das kann eben.
00:23:15: Also der Referenzbereich, da ist jetzt der nächste Punkt, der ist häufig eben sehr, sehr breit.
00:23:19: Also da hast du ja schon drüber geredet, das bei Nanogramm pro Milliliter.
00:23:22: häufig geht er bei zwanzig los und geht dann so bis hundert.
00:23:27: Und das Thema ist zwanzig, ist so ein bisschen der Wert, wo wirklich offiziell auch von den deutschen Börden bzw.
00:23:34: vom RKI auch empfohlen wird, okay, das ist unter zwanzig ist ein Mangel.
00:23:38: Über zwanzig bist du mal aus dem Mangel, das ist möglich.
00:23:41: anerkannten Mangel raus.
00:23:43: So und jetzt sagt man aber von dem was man eben in den Daten sieht, in größeren Beobachtungsstudien auch schon gesehen hat und auch in RCTs schon gesehen hat, okay, es ist eigentlich schon besser, wenn du so über vierzig bist, dann hast du eigentlich die besten Outcamps langsam.
00:23:56: Und dann bis achtzig hast du noch auf jeden Fall Benefits und drüber wird es dann so ein bisschen, ja.
00:24:03: Also diminishing returns würde man sagen, dann lohnt sich es eigentlich nicht mehr so richtig.
00:24:08: Und zugegebenermaßen ist es auch gar nicht so leicht, über die Achtzig zu kommen.
00:24:11: Da muss man schon auch echt viel Vitamin D nehmen.
00:24:14: Und das jetzt erstmal so dazu.
00:24:17: Also dieser Referenzbereich liegt zwischen zwanzig und hundert.
00:24:21: Wir würden aber eher empfehlen, nachdem man den Daten sieht zwischen vierzig und achtzig sich irgendwo zu bewegen.
00:24:26: Idealerweise aber noch über fünfzig, wenn man es wirklich... optimal gestalten, weil dann ist man wahrscheinlich, wenn man mit den meisten Ottschmolekularen auch Medizin anspricht, dann werden die sagen, okay, hier, das ist ein guter Spiegel.
00:24:36: Und jetzt ist eben dann die Frage, wie kommt man da hinten?
00:24:40: Also das ist halt super unterschiedlich, wie wir schon besprochen haben.
00:24:42: Manche haben fünftiger Spiegel all year long und nehmen vielleicht gar nichts.
00:24:47: Viele aber eben halt nicht.
00:24:50: Wir haben uns jetzt hier noch zur Messmethodik was aufgeschrieben.
00:24:53: Da ist vielleicht auch noch ganz spannend, das ist generell wichtig.
00:24:57: dass man supplements beformern müsst, absetzt, dass man sich das wirklich hinter die Ohren schreibt, weil wenn man wirklich am selben Tag noch wieder MinD genommen hat oder am Tag davor, dann kann das den Spiegel verfälschen.
00:25:07: Und das gleiche interessanterweise, das hattest du noch aufgeschrieben bei Biotinen.
00:25:11: Vielleicht kannst du dazu noch ein paar Worte verlieren, das fand ich echt ganz spannend, das habe ich nicht gewusst.
00:25:15: Genau, es gibt so zwei Messmethodiken bei Vitamin D und das eine, also muss man sich jetzt nicht merken, das eine ist eine Immunosse und das andere wird dann am Massenspektrometer gemessen.
00:25:26: Und diese Immunosse sind sehr, sehr günstig.
00:25:31: Die haben aber eine kleine Schwäche und zwar bei dieser Messmethodik von Immunosse ist dann Das funktioniert meistens über die Bindung von Antikorben.
00:25:42: Da kann man alle möglichen Reagenzien verwenden.
00:25:44: Und sehr, sehr häufig wird da ein Reagenzium verwendet, was mit Biotin funktioniert.
00:25:50: Und wenn man jetzt Biotin nimmt, das ist Vitamin B-Sieben.
00:25:53: Viele viele Leute nehmen das für Haare und Nägel.
00:25:56: Das ist auch ein Health-Claim, den Biotin hat.
00:25:59: Deswegen ist auch häufig in ... im Komplex Produkten enthalten, einfach weiß, wie man diesen Health Claim hat, also alles, was irgendwie Haare und Nägel betrifft, oder auch die ganzen Multivitamine, das sind auch überall Biotin, Vitamin B-Sieben, das da drin enthalten.
00:26:15: Und da muss man aufpassen, weil das kann nämlich dieser Immunosays, wenn mit diesem Biotinregenz gearbeitet wird, sehr, sehr stark verfälschen und Ergebnisse falsch hochmachen.
00:26:24: Das heißt, man hat dann einen höheren Vitamin-D-Spiegel, als man eigentlich hat, weil das dann... zu einer Interferenz kommt.
00:26:31: Kann man jetzt noch mal genau ausführen, das wäre jetzt aber gar nicht relevant.
00:26:34: Sollte einfach so sein, wenn man eine Blutabnahme macht, Supplements messen möchte, dann sollte man das... Alles Hublements, die man nimmt, vorher absetzen, damit man da eine gute Baseline bekommt.
00:26:46: Bei Biotin ist die Empfehlung, dass man es mindestens zweiundsiebzig Stunden vorher absetzen sollte.
00:26:52: Also sogar bis zu drei Tage vorher sollte man schon keinen Biotin mehr nehmen, damit dann diese Messung mit dem Immuno-Essi auch gut funktioniert.
00:26:59: Heutzutage ist der Goldstandard aber ohnehin diese Massenspektrometrie.
00:27:03: Und die ist zwar ein bisschen teurer, aber sehr sehr präzise und auch sehr sehr genau.
00:27:09: und das wird nicht nur in den Laboren so gemacht.
00:27:12: wenn man zum Arzt geht und eine Blüterdame macht, sondern sehr häufig auch bei diesen Home-Tests gemacht.
00:27:16: Da wird eben auch mit Massenspektrometrie gemessen, das heißt, da ist das Ganze dann gar nicht mehr so anfällig.
00:27:22: Vielleicht noch ein kleines Wort zur Messung von dem richtigen Wert.
00:27:26: In den aller, allermeisten Fällen ist es schon so, dass wenn man zum Arzt geht und sagt, hey, ich möchte bitte meinen Vitamin D-Spiegel bestimmen, dass auch schon direkt der richtige Wert gemessen wird.
00:27:37: Also es ist nicht so, dass man hingehen, da hingeht und sagt, hey, bitte, ich möchte mal ein Fünfundzwanzig UHD messen.
00:27:43: Trotzdem, vielleicht, wenn man diese Folge gehört hat, danach nochmal auf alten Laborbefunden nachschauen, hat man da jetzt wirklich... UHD gemessen?
00:27:51: oder ist es das Calcitriol gewesen?
00:27:54: Weil das Calcitriol, wie du sagst, versucht der Körper unter allen Umständen immer hoch zu halten und der Speicher kann komplett leer sein, aber der Körper kratzt noch das letzte zusammen, um Calcitriol zu erzeugen und dann ist der Test sogar wertlos.
00:28:09: Hat auch seine Berechtigung in manchen Fällen, aber für den every day Joe, sagen wir immer, für den Autonomalverbraucher ist es auf jeden Fall so, dass es reicht, das fünfundzwanzig OHD als Spiegelbasis zu messen.
00:28:24: Genau.
00:28:25: Vielleicht auch zum Testing.
00:28:27: Wir haben ja auch einen Vitamin D-Test entwickelt, den wir auch anbieten.
00:28:30: Der wird natürlich mit Massenspektro-Metrie gemacht.
00:28:33: Das heißt, da sind wir ein bisschen fein raus mit diesen Immunassays.
00:28:36: Da kann also mit Biotin nichts passieren.
00:28:38: Das ist vielleicht nur so als Randnotiz.
00:28:41: Da haben wir schon darauf geachtet.
00:28:43: Aber wie gesagt, unabhängig von Biotin auch immer, auch bei Vitamin D ist sehr wichtig, vor allem mit Leuten diese Wochenpräparate nehmen und wenn man sich da eine Kapsel mit mehreren Tausend internationalen Einheiten oder mehreren Zehntausend internationalen Einheiten direkt am Tag vor der Messung einwirft, nicht so gut.
00:29:00: Ja, das ist tatsächlich nicht so gut.
00:29:03: Genau, ja.
00:29:04: Dann das dann auf jeden Fall verfälscht und dann hat man halt am Ende auch nichts davon.
00:29:07: Also ich will ja eine echte Baseline haben und wirklich wissen, wo ich stehe und deswegen muss ich da dann halt auch darauf achten, dass man das dann auch richtig macht und korrekt macht.
00:29:16: Das ist wichtig.
00:29:18: So, jetzt schauen wir mal weiter zur Evidenz.
00:29:21: Wir haben schon ein paar Sachen angeteasert und das ist einerseits das Immunsystem gewesen und andererseits die die Knochensituation, dass das auf und abgebaut wird, dass es im Allgemeinen aber schon eher so ist, dass, wenn man ausreichende Vitamin D-Spiegel hat, dass man eher einen Schutz hat vor Osteoporose.
00:29:40: Was sagen denn da eigentlich die Studien ganz konkret?
00:29:43: Ich meine, Studien zu Vitamin D gibt es Zehntausende.
00:29:47: Also das ist so unfassbar gut untersucht.
00:29:49: Ich weiß nicht, wahrscheinlich ist nur Vitamin C noch besser untersucht an grundlegenden Molekülen, die man sich im Körper anschauen kann.
00:29:56: Aber Da gibt es sicher ein paar spannende Studien, die man sich daraus picken kann.
00:30:01: Genau, also was erst mal bei Vitamin D Studien häufig, also so ein super kleines Problem ist, ist, dass häufig nicht so genau gemessen wird.
00:30:09: Also es wird meistens dann halt einfach Vitamin D gegeben und dann wird ein Outcome sich angeschaut.
00:30:14: Und das ist natürlich, das hinkt natürlich, warum?
00:30:17: Weil, wenn jetzt jemand schon einen guten Spiegel hatte, dann wird er wahrscheinlich von Vitamin D Supplement nicht wirklich einen krassen Benefit haben.
00:30:23: Und dann wirst du am Ende natürlich in der gesamten Studie unter Umständen auch nicht wirklich einen relevanten Effekt erzeugen.
00:30:29: So einen signifikanten Effekt.
00:30:31: Das heißt, dass einfach nur mal so ein Grain of Salt, den man sich immer, der Leider bei Vitamin D, sich so ein bisschen durchzieht durch diese Tausenden Studien.
00:30:39: Aber wenn man das so ein bisschen rausnimmt, dann sieht man eben, okay, bei einem echten Mangel, da hat das auf jeden Fall einen positiven Effekt auf die Knochendichte.
00:30:48: Und damit natürlich auch ein Vorteil, wenn es um Frakturen geht.
00:30:53: Knochenbrüche geht und Knochenstabilität geht.
00:30:55: Es ist aber wirklich wichtig, dass eben dieser Baseline-Spiegel auch vorher niedrig ist, weil sonst hat man eben wahrscheinlich keinen Effekt.
00:31:01: Also wenn du vorher schon fünfzig Nanogramm pro Milliliter hast, dann mach einfach weiter das, was du schon machst.
00:31:06: Dann wirst du wahrscheinlich keinen wirklichen Extra-Benefit bekommen, wenn du jetzt mehr nimmst.
00:31:12: Andersrum, wenn du bei zwanzig Rumdümpelst oder unter zwanzig sogar Rumdümpelst, dann macht es extrem Sinn.
00:31:17: Und dann wirst du zumindest relativ sicher einen positiven Effekt haben.
00:31:22: und hinten raus dich auch freuen, dass du es gemacht hast.
00:31:26: Dann ein weiteres Thema, was bei den ganzen knochendichte Sachen relevant ist, ist halt das Thema Calcium.
00:31:35: Auch ein Problem, wenn du natürlich zu wenig Calcium zufürst.
00:31:37: Dann haben wir ja schon drüber geredet.
00:31:39: Vitamin DIII macht Remodeling.
00:31:41: Das heißt, wenn es so wenig Calcium da ist, dann hast du vielleicht sogar einen gegenteiligen Effekt von mehr Vitamin D. Also das muss man nur so ein bisschen auch im Auge behalten.
00:31:47: Das heißt, eigentlich muss man sich nur die Studien anschauen, idealerweise wo sich genau diese Aspekte auch angeguckt wurden.
00:31:53: Und das wurde eben häufig nicht gemacht.
00:31:56: bist du halt immer wieder so ein bisschen da, okay, ist es mechanistisch plausibel oder nicht?
00:32:01: Weil dann häufig nichts rauskommt bei den Studien, weil vielleicht fünfzig Prozent der Population einen guten Spiegel hatte, je nachdem, wo die Studie auch gemacht wurde.
00:32:08: Also in Deutschland ist der Unwahrscheinlich, dass die Population fünfzig Prozent guten Spiegel hat.
00:32:12: In den USA, wenn du jetzt irgendwie in Texas wohnst, vielleicht schon wahrscheinlicher.
00:32:17: Deswegen, das muss man halt so ein bisschen, ja, das ist immer das Problem, warum es eben so viele Stimmen auch gegen Vitamin D noch gibt.
00:32:25: Es gibt viele Studien, die einfach nicht richtig spannende und richtig signifikante Outcamps gezeigt haben.
00:32:31: Also das merken wir uns eigentlich einfach dazu, mit dem Indie-Spiegel ist wichtig und Kalshempspiegel ist wichtig.
00:32:36: Und vor allem die Kalshemp-Zufuhr, die ausreichende Mit-Vitamin D, wenn man dann auch Osteoporose-Risiko hat.
00:32:42: Und dann kriegt man das Faktorisiko runter und eben auch das Osteoporose-Risiko runter.
00:32:47: Beim Immunsystem ist dann auch noch... Eine ähnliche Thematik, weil was ich finde, bei diesen ganzen Vitamin D Studien so ein bisschen durchzieht, ist, dass man immer den größten Effekt Sprung sieht, wenn man aus einem Mangel rauskommt.
00:33:00: Also wenn man eine Mangel hat und man kommt dann in einen optimalen Bereich, irgendwo zwischen vierzig und fünfzig, dann sieht man den größten Sprung.
00:33:08: Aber wir haben ja auch schon ein Leiden gesagt, wenn man dann von fünfzig auf hundert springt, dann gibt es keinen Benefit mehr.
00:33:15: Also wenn man den für den Körper ausreichende Vitamin D Spiegel hat, dann ist mehr nicht mehr.
00:33:21: Also dann gibt es diesen Seeling-Effekt und irgendwann schlägt es dann tatsächlich auch um.
00:33:25: Also dass dann sehr, sehr hohe Vitamindespiegel dann auch wiederum schlecht sind, dann wird dann auch später noch mal so ein bisschen darauf zu sprechen kommen.
00:33:33: Aber da, und das ist beim Immunsystem auch so, was da dann noch bei einer recht großen Studie war, das auch eine Meta-Analyse gewesen.
00:33:39: Meta-Analyse ist ja immer so eine Aggregation von sehr, sehr vielen einzelnen Studien, um einen Effekt darüber hinweg zu sehen.
00:33:46: dass diese sehr, sehr großen Bolos gaben, also wenn man Vitamin D zum Beispiel nur monatlich nimmt, dass man da keine wirklichen Benefits mehr gesehen hat, wenn es dann um diesen konkreten Nutzen bei Atemwegsinfekten ging.
00:34:00: Und ich glaube, jeder Therapeut sollte eigentlich empfehlen, dass man Vitamin D wenn möglich, wenn sich das mit dem eigenen Alltag irgendwie gut vereinbaren lässt, dass man das möglichst täglich nimmt.
00:34:17: Und es gibt ja auch diese, diese wöchentlichen Präparate und die sind wahrscheinlich noch eine ganz okay Alternative.
00:34:24: Da habe ich jetzt gar nicht so viele gute Daten dazu gefunden, wo man mal täglich mit wöchentlich verglichen hat.
00:34:29: Aber wenn die Abstände dann noch größer sind, also eben bis hin zu einem Monat und man dann diese, diese Megadosen nimmt, ich sage mir jetzt mal, es gibt eine Person, die irgendwie dreitausend internationale Einheiten am Tag und dann ballert man sich einmal im Monat hunderttausend internationale Einheiten an einem Tag.
00:34:45: Damit kann der Körper dann relativ wenig anfangen.
00:34:48: Da habe ich später dann auch noch mal ein bisschen was dazu rausgesucht, wo man bei diesen Bolusgaben eben aufpassen muss.
00:34:53: Deswegen die smarteste Art und Weise, Vitamin D als Supplement zu nehmen, wenn man das für den Spiegel braucht, ist auf jeden Fall eine tägliche Einnahme.
00:35:03: Die Studie ist generell mega, weil sehr klar, oder ob diese Meta-Analyse ist generell mega gewesen, weil man halt wirklich gezeigt hat, okay, Atomixinfekt gehen runter, wenn kein Vitamin D-Mangel da ist.
00:35:13: Und das ist ja schon mal... ein sehr klares Zeichen.
00:35:16: Und das mit der BOLUS ist natürlich auch super spannend gewesen.
00:35:18: Aber schade, ich glaube, es waren eben auch monatliche.
00:35:20: Deswegen,
00:35:21: ja.
00:35:22: Das ist natürlich in Deutschland
00:35:23: zugeben, es ist auch sehr unüblich, eine monatliche zu geben.
00:35:25: Also das habe ich zumindest noch nie gesehen.
00:35:27: Österreich auch noch nicht.
00:35:28: Es ist meistens eben dieses, was du in der Partikel bekommst, irgendwie diese zwanzigtausend die Woche oder zehntausend die Woche.
00:35:35: Ja.
00:35:37: mag sein, dass das dann
00:35:38: sogar noch in Ordnung ist.
00:35:38: Ob es in der Praxis auch so gehandhabt wird oder ob es dann auch Therapeuten oder Ärzte gibt, die dann sagen, okay, schau, du kannst auch einfach einmal Limona drei von den Kapseln nehmen.
00:35:47: I don't know.
00:35:48: Sollte man aber im Idealfall auch einfach nicht.
00:35:51: machen.
00:35:52: Was ich auch noch ganz spannend fand, dass Adipositas, also Leute mit einem sehr, sehr hohen Körperfettanteil auch oder mit einem sehr, sehr hohen Fettanteil, die sind auch auf höhere Vitamin D-Spiegel angewiesen, weil das Fett, Vitamin D ist ja ein fettlösiges Vitamin.
00:36:08: gewissermaßen dieses Vitamin D puffert oder aufsaugt und dem Körper dann nicht mehr zur Verfügung stellt.
00:36:14: Das heißt, man hat dann weniger von diesem Vitamin D, das wirklich zirkuliert, das wirklich die Effekte entfalten kann, sondern das wird dann zu einem Teil auch gespeichert bzw.
00:36:23: geblockt dann in dem Fettgewebe.
00:36:26: Und das ist sicher was, was man noch berücksichtigen sollte, aber am Ende.
00:36:31: Hat super viele Einflussfaktoren, das einfachste ist, man geht zum Arzt oder man bestellt sich ein Test, lässt sein Vitamin D-Spiegel bestimmen und genau auf der Basis macht man dann seine Supplementierung.
00:36:40: Und dann ist eigentlich zum Teil auch relativ egal, was die ganzen Studien sagen, weil das Wichtigste ist ja, was für mich passt und nicht was für hunderttausend Leute vorher.
00:36:50: was für Effekte da rausgekommen sind.
00:36:51: Das ist natürlich nett und gut, damit man sich daran orientieren kann und das ist auch wichtig.
00:36:56: Aber wenn man auf die individuelle Ebene runtergeht, dann spielt das eigentlich gar keine so große Rolle mehr.
00:37:02: Denn wenn ich ein Vitamin D-Spiel von Sechzig habe, dann werde ich wahrscheinlich nicht groß supplementieren, aber ich habe fünfzehn habe, dann halt schon.
00:37:08: Also unabhängig davon, was da jetzt in den Studien rausgekommen ist oder nicht.
00:37:14: Bei Entzündung, wenn wir noch kurz beim Immunsystem bleiben, da gibt es bei Vitamin D gar nicht so enorm gute Daten.
00:37:21: Also es ist nicht so ein klassisches anti-inflammatorisches Molekül, wie man es jetzt von Vitamin C zum Beispiel kennt oder von gewissen Pflanzenstoffen auch kennt oder von Pluzation zum Beispiel kennt, was ja das stärkste Antioxidanz ist, was wir im Körper haben, dass bei Vitamin D eigentlich nicht so, wie gesagt, das hat schon diesen modulatorischen Effekt auch aufs Immunsystem.
00:37:42: Das betrifft natürlich gewissermaßen auch eine Entzündung, weil wenn es das Immunsystem moduliert, dann moduliert es natürlich auch die Entzündungsaufrechterhaltung und Entstehung, aber das ist nicht vorrangig.
00:37:51: Paar Marker haben sich schon verbessert und je mehr Entzündung du hast, desto besser ist auch der Effekt gewesen, auch Leute, die einen BMI von dreißig oder fünfund dreißig haben, die werden auch mehr Entzündung haben, als jemand, der normalgewichtig ist.
00:38:05: Unabhängig darf man das BMI jetzt nicht das perfekte Maß für Übergewicht oder nicht, weil sehr viele Muskulatur ist dann auch suboptimal, aber nur mal so.
00:38:13: zum grobe Einschätzung sage ich jetzt mal.
00:38:17: Genau, also was man schon gesehen hat, dass das sich eben chronische Entzündungsmarker verbessern.
00:38:21: Und das ist ja immer was, was mit Adipositors einhergeht, metabolischem Symptom einhergeht.
00:38:26: Also das hat dann schon ganz gut gepasst, aber es ist eben wie gesagt hier auch nur ein Immunsystem Modulator.
00:38:32: Und deswegen macht das auch irgendwie mechanisch total Sinn.
00:38:36: Aber bei akuten Themen ist es dann nicht wirklich anti-inflammatorisch, genau.
00:38:43: Jetzt haben wir, glaube ich, etabliert, Vitamin D ist gut für dich, für mich, für uns alle.
00:38:48: Wir brauchen ausreichende Vitamin D-Spiegel, weil wir da profitieren, unsere Knochen profitieren, unser Immunsystem profitiert.
00:38:55: Und wenn man sich das so durchdenkt und man sich auch vorstellt, dass ein... auch ein substanzieller Teil von Vitamin D ja auch über die Haut produziert wird, weiß man ja auch, welche Menschen es eigentlich jetzt mal einen höheren Bedarf haben.
00:39:10: Also das ist einerseits durch die Umweltbedingungen definiert.
00:39:15: Wir in Mitteleuropa haben einfach schlichtweg eine deutlich geringere Kapazität von der Natur, damit wir Vitamin D auch produzieren können.
00:39:25: Wir haben Winter, wir haben eine sehr ohnehin schon relativ flache Sonneinstrahlung, die ist nie so stark.
00:39:30: Da habe ich dann auch nochmal einige Zahlenfakten rausgesucht.
00:39:35: was da entscheidend ist und in welchem Zeitraum es da auch wirklich relevant ist oder wo wir auch wirklich relevant Vitamin D dann produzieren.
00:39:42: Natürlich Leute, die ein deutlich höheres Körpergewicht haben, also Leute, die adipös sind, fettleibig sind, die haben einen höheren Bedarf, Leute, die sich die eine etwas dunklere Haut haben, weil die dunkler die Haut, eher hat man schon einen höheren natürlichen Sonnenschutz.
00:39:58: Deswegen können natürlich Leute in Afrika, die eine sehr, sehr dunkle Hautfarbe haben, die können schon trotzdem noch einen Sonnenbrand bekommen, aber ein bisschen schwerer als wir Europäer, wenn wir jetzt mit der hellen Haut, die wir haben, dann nochmal in die Sonne gehen.
00:40:15: Also das muss man auch noch ein bisschen auseinander halten.
00:40:17: Man kann sich schlechter nähern, spielt natürlich auch eine Rolle.
00:40:20: Wenn man irgendwie wenig Calcium hat, wird Vitamin D. wird der Vitamin D Verschleiß auch höher sein, einfach weil der Körper ständig den Kalzimspiegel irgendwie regulieren muss und so weiter und so vorallfallend.
00:40:30: Falls dir da sonst noch irgendwelche spezielle Use Cases ein?
00:40:34: Ja, würde jetzt natürlich rein unter Longevity.
00:40:39: Wenn man die Longevity-Brille aussetzt, würde man sagen, okay, wahrscheinlich ist der Bedarf im Alter auch höher, weil man will ja auch irgendwie Frakturen, weil wir Stütze, also schlechte Outcomes und Stützen vermeiden, würde man wahrscheinlich noch mal viel, viel genauer auf den Spiegel achten, viel, viel... akribischer auf Kalschum-Haushalt achten.
00:40:56: Aber ja, nee, also ich denke, du hast da alles grundsätzlich wichtig genannt, was, obwohl, was mir noch einfällt, so Aufnaheprobleme.
00:41:06: Also was ist, wenn du Vitamin D über den Darm nicht sauber aufnehmen kannst?
00:41:09: Also gruschenzündliche Darmerkrankungen können da halt ein Problem sein.
00:41:14: Da gibt es ja doch jetzt mittlerweile sehr, sehr viele Menschen, die auch betroffen sind.
00:41:17: Da ist natürlich der Vitamin D Bedarf noch viel höher.
00:41:20: und es macht gegebenenfalls Sinn auch mal eine Infusion zu machen oder zumindest wahrscheinlich auch die doppelte Dosis einzunehmen, weil E-Null viel weniger aufgenommen wird.
00:41:28: Also da muss man sich dann ran tasten, aber auch hier ist dann wieder den Punkt, wo du testen musst und das regelmäßig ein bisschen screenen musst.
00:41:35: Genau.
00:41:36: Und jetzt haben wir in Deutschland gerade Januar.
00:41:39: Das heißt, wir sind eigentlich in einer Zeit, wo wir über die Sonne kein Vitamin D produzieren können, kein Vitamin D herstellen können.
00:41:47: Und der Zeitraum, wo das möglich ist, der geht von April bis Mitte Oktober.
00:41:52: Danach, also nach Oktober bis eben hin zu April, können wir über die Haut eigentlich nicht wirklich ein Vitamin D über erzeugen.
00:42:01: Und das liegt daran, dass die Sonnenstrahlung ja über die Atmosphäre auf die Erde trifft.
00:42:11: Und die hat immer einen gewissen Winkel, sage ich jetzt mal.
00:42:15: Und dieser Winkel, der muss eigentlich über von der Intensität, von der UV-Strahlung her ausreichend von dieser UVB-Strahlung auch abbekommt, damit man das Vitamin D dann überhaupt synthetisieren kann.
00:42:29: Und im Winter ist es ja so, die Erde hat ja eine leichte Neigung, da ist die Sonneinstrahlung bei uns ohnehin flacher, das merkt man ja auch, es ist ja sehr viel kälter, der Schnee bleibt liegen und so weiter und so fort.
00:42:41: Und wenn die Sonneinstrahlung flacher ist, dann hat sie einen längeren Weg durch die Ozone-Schicht.
00:42:45: Es ist ja auch relativ einfach physikalisch erklärbar, das ist die Ozone-Schicht.
00:42:48: Wenn die Sonne steiler drauf trifft, ist der Weg durch die Schicht kürzer, wie wenn die Sonne flacher auf diese Schicht trifft.
00:42:55: Und das sorgt dafür, dass eben sehr, sehr viel aus dem relevanten Wellenlängen bereicht.
00:42:58: das sind zu zweihundertneunzig bis dreihundertfünfzehn Nanometer, die werden dann adsorbiert und dann kommt praktisch nichts mehr auf unsere Haut an, keine UVB-Strahlung mehr, als dass wir da dann tatsächlich noch Vitamin D synthetisieren könnten.
00:43:13: Wir haben im Winter auch häufigen UV-Index von eins oder zwei unter drei.
00:43:18: Es ist eigentlich eine Synthese schon mal gar nicht möglich.
00:43:21: Das heißt, Wir brauchen ein Minimum, ein Drei oder ein Vier, das überhaupt ein bisschen von dieser Synthese stattfinden kann.
00:43:28: Das hat man meistens auch nur um die Mittagszeit.
00:43:30: Das heißt, auch in den heißen Sommermonaten haben wir eigentlich nur so ein Zeitfenster von so zehn bis sechzehn Uhr, wo die Sonneinstrahlung oder der UV-Index auch stark genug ist, als dass wir überhaupt Vitamin D synthetisieren könnten.
00:43:43: Das heißt, es ist alles nicht so toll, wie man sich das vorstellt.
00:43:49: und Leute, die sagen, Vitamin D, es reicht, wenn ich da einfach rausgehe an die Sonne und das reicht dann das ganze Jahr.
00:43:57: Wahrscheinlich, vielleicht ist das bei ein, zwei oder sehr, sehr, bei einem sehr, sehr geringen Prozenter zu, aber bei den allermeisten Leuten ist das schlichtweg zu wenig und das wird nicht reichen, weil der Körper nicht Mitte Oktober bis April ohne Vitamin D zuvor auskommt.
00:44:15: Wenn man das nicht irgendwie über die Ernährung noch puffern kann, sage ich jetzt mal.
00:44:21: Ich meine, man kann es sehr relativ in die Ernährung vorfahren.
00:44:24: Ich glaube, das wollen wir jetzt auch nicht so rüberbringen.
00:44:25: Du kannst natürlich auch über viele tierische Produkte, insbesondere kannst du, ich glaube, sehr adäquate Mengen Vitamin D aufnehmen über den Tag, auch fermentierte Produkte.
00:44:37: Aber es ist halt echt hart.
00:44:40: Also du musst halt sehr genau darauf achten und sehr frisch essen.
00:44:45: Und das ist halt für den Alltag der meisten Leute nicht realistisch, muss man auch ehrlich sagen.
00:44:50: Und dementsprechend, ja, ich glaube, wenn die meisten halt in den Mangel ankommen, dann kommst du jetzt eh gleich dazu, dass auch noch eine sehr, sehr geile Zahl, die sogar hochoffizielles.
00:45:01: Das habe
00:45:01: ich von Robert Koch-Institut gewesen, die haben so eine DEGS-I Studie gemacht.
00:45:07: Und da ging es um die Vitamin D-Versorgung bei der Erwachsenen Deutschbevölkerung.
00:45:13: Und wir reden jetzt von dem Spiel von zwölf Nanogramm pro Milliliter.
00:45:18: schon sehr, sehr tief im Mangel.
00:45:21: Und das hatten dreißig, zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, also fast eine Eins zu drei Chance, dass man aktuell eine Vitamin D-Spiegel von unter zwölf Nanogramm pro Milliliter hat.
00:45:31: Das ist auf jeden Fall besorgniserregend.
00:45:35: Und dann hat man sich auf der anderen Seite aber angeschaut, wie viele Leute erreichen denn einen Spiegel über zwanzig?
00:45:41: Also wo jetzt ein Labor sagen würde, das ist jetzt ausreichend.
00:45:45: Das waren sogar nur achtunddreißig, vier Prozent.
00:45:48: Also nicht mal vierzig Prozent haben im Schnitt einen Vitamin D-Spiegel von über zwanzig Nanogramm pro Milliliter.
00:45:55: Und wir würden ja auch bei zwanzig noch sagen, das ist zu niedrig.
00:45:59: Ja, also es ist schon echt wild eigentlich.
00:46:02: Also, wie krass die Situation ist.
00:46:04: Und ich mein, man weiß halt einfach jetzt schon sehr lange, dass wirklich ein relevanter Driver für Osteoporose ist, was ein Riesenproblem ist, was sich natürlich sowieso erst ärgert, wenn du irgendwie sechzig-siebzig-plus bist und du es dann so richtig merkst, dass das Probleme machen kann.
00:46:22: Vorher denkt man halt nicht darüber nach, aber das sind halt genau die wichtigen Jahre, die vierzig Jahre eigentlich davor.
00:46:27: ... wo du halt den Vitamin D-Mangel hattest ... ... und deine Knochen halt nicht sauber ... ... gestoffwechselt sind.
00:46:34: Das ist halt einfach ärgerlich drum.
00:46:36: Und dann umso ... ... ärgerlicher eigentlich, dass das aber immer noch ... ... so unklar kommuniziert wird.
00:46:41: Dass das so ... ... überhaupt nicht ein Thema ist in der öffentlichen Diskussion ... ... und immer noch manchmal in irgendwelchen ... ... Artikeln irgendwie im Spiegel oder was weiß ich, ... ... dann steht ja Vitamin D ist super gefährlich ... ... und was weiß ich, dass es halt ... ... also bis es gefährlich wird.
00:46:56: müssen die Leute echt eine Menge nehmen.
00:46:58: Und da sind die Leute so weit von weg, dass es gefährlich wird, dass es halt schon traurig ist, dass da überhaupt das in der öffentlichen Debatte so prominent ist.
00:47:06: Das genau, diese Kommunikations manchmal ein bisschen gefährlich auch macht.
00:47:10: Wenn dann am Ende sich Leute überhaupt dagegen entscheiden, sich mit dem Thema mal zu befassen oder vielleicht mal einen Test zu machen, den Spiegel mal bestimmen zu lassen.
00:47:20: Und ich meine, vielleicht passt ja auch dann, also die statistische Wahrscheinlichkeit.
00:47:23: ... ist gegenein, sage ich jetzt mal, ist sehr stark gegenein, aber trotzdem gibt es ja die Möglichkeit, dass der Spiel dann trotzdem noch passt, aber dann hat man das für sich einfach abgehackt und ist dann auch fein.
00:47:33: Heißt nicht, dass man nie mehr messen sollte, aber
00:47:36: man muss
00:47:36: das dann nicht irgendwie alle halben Jahre mal machen.
00:47:39: Aber wenn wir schon beim Messen sind, was wäre denn da die ideale Vorgangsweise?
00:47:42: Wie handhabst du das denn bei deiner persönlichen Vitamin D-Versorgung?
00:47:47: Also ich mache eigentlich zweimal im Jahr ein Test.
00:47:52: Ich glaube, das reicht auch.
00:47:53: Ich mache es einmal im Winter und dann mache ich es gerne manchmal auch noch im Sommer.
00:47:57: Ich nehme aber eigentlich das gesamte Jahr Vitamin D ein.
00:48:00: Im Sommer bin ich da manchmal ein bisschen nachlässiger, aber ich bin generell im Sommer nachlässiger.
00:48:05: Mit allen möglichen Themen, da ist man einfach irgendwie so viel Freizeitstress und was weiß ich, da vergisst man dann häufig auch Dinge.
00:48:11: Also würde ich sagen, im Sommer nehme ich weniger ein, aber ich brauche wahrscheinlich auch weniger, weil ich halt mehr rauskomme.
00:48:17: Ja, ich messe es halt einfach einmal, zweimal im Jahr.
00:48:19: Einmal mache ich es im Rahmen von meinem großen Blutbild, wo ich halt wirklich so... ...sächsig, siebzig verschiedene Werte mir anschaue, die halt für meinen Gesundheit relevant sind.
00:48:29: Einmal mache ich es als Atomtest einfach noch on top.
00:48:32: Und das reicht dann eigentlich und dann hast du ein gutes Screening.
00:48:35: Ich nehme sogar jeden Tag... ...fünftausend Einheiten und ab... keine Überversorgung.
00:48:41: Das muss man mal einfach mal so in Relation stellen.
00:48:45: Im Fünftausend Einheiten jeden Tag und habt einen Vierziger bis Fünfziger Spiegel.
00:48:51: Ich habe sogar Schwierigkeiten damit über den Fünfziger zu kommen.
00:48:55: So, es wird aber öffentlich eigentlich von tausend geredet.
00:48:58: Und da bin ich natürlich jetzt fünfmal drüber und trotzdem bin ich nicht in einem gefährlichen Bereich und nicht mal annähernd.
00:49:05: Und das ist halt so ein bisschen das, was man sehen muss.
00:49:07: Es ist eigentlich riskanter, sich nicht mit dem Thema zu beschäftigen und nicht mal vielleicht auch eine Supplementation reinzugehen, als es zu lassen, weil man Angst vor einer Überdosierung hat.
00:49:17: Die Überdosierungen sind wir alle so weit von weg.
00:49:19: Das ist so edge case, das passiert so krass selten, dass das eigentlich gar keine Debatte sein sollte.
00:49:27: Und es ist dann sicherlich auch manchmal ein genetisches Thema.
00:49:29: Also ich fand das ganz interessant, wir hatten Als ich noch im praktischen Jahr in der Klinik war, hatten wir eine Patientin, die kamen random rein, hat auch gemeint, sie nimmt gar nichts und hat dann aber erzählt, okay, sie nimmt immer so ein Lebertran.
00:49:42: Und das ist ja normalerweise irgendwie pro T-Löffel ungefähr acht Hundert Einheiten Vitamin D, also jetzt auch nicht enorm viel.
00:49:48: Und das hat sie halt über Jahre hinweg gemacht und dann ist sie halt tatsächlich in der Vitamin D-Überversorgung gelandet.
00:49:53: Und da ist halt jetzt die Frage, da würden neun neun neun neun neun neun neun neun neun Prozent der Menschen, würden da... nicht in der Überversorgung landen.
00:50:02: Also das muss man einfach mal so sehen.
00:50:03: Und was sie halt falsch gemacht hat, sie hat halt was mit Vitamin D eingenommen und hat noch nie gemessen gehabt.
00:50:09: Und das ist eigentlich das einzige, was wirklich relevant ist.
00:50:11: Es gibt halt einfach Menschen, die brauchen es vielleicht nicht, aber das ist halt eine Edge Case.
00:50:15: Also es ist wirklich krass Edge Case.
00:50:18: Und der Rest braucht's halt.
00:50:19: Ja und dann fand ich noch ganz spannend, wo wir in der Kinderklinik waren, wo wir ja auch gemeinsam das Praktikum hatten.
00:50:25: Da gab es auch einen ganz skurrilen Fall, sag ich jetzt mal, wo eine Mutter ihrem Säugling jeden Tag eine Pipette Vitamin D verabreicht hat.
00:50:39: Da vielleicht jetzt noch mal kurz auszuholen.
00:50:40: Normalerweise ist es ja schon so, dass im ersten Lebensjahr es ganz normal ist, dass es auch so von den Leitlinien empfohlen, dass ein Säugling einen Tropfen Vitamin D am Tag bekommt, dass meistens dieses Oleovid irgendwie achthundt internationale Einheiten am Tag.
00:50:54: Und die Mutter hat sehr gut gemeint und schlecht getroffen, hat jeden Tag mehr Pipette gegeben.
00:50:58: Das sind ja dann wahrscheinlich so ... ... und das Kind ist dann in der Notaufnahme gelandet und wird fast gestorben.
00:51:07: Wegen einer massiven Hyperkalzämie, Nierenschäden und so weiter und so fort.
00:51:12: Also, ich meine, so kann es auch gehen.
00:51:14: Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch ... ... der Bevölkerung, die Low-Responder sind.
00:51:18: Vielleicht gehörst du auch dazu.
00:51:20: Das sind ... halt einfach Leute, die trotz einer Standarddosis Vitamin D, irgendwie tausend, zweitausend, dreitausend Einheiten einfach keine so gute Reaktion.
00:51:30: dann mit dem Vitamin D Spiegel haben.
00:51:32: Das heißt, die steigen da auch unter einfach gar nicht so gut an.
00:51:34: Das heißt, am Ende kannst du zu viel haben, du kannst zu wenig haben.
00:51:38: Wenn du nicht misst, wirst du es nicht wissen.
00:51:40: Also das ist das Einzige.
00:51:42: Man muss ein Vitamin D Spiegel messen und da muss man Zegerechte supplementieren.
00:51:46: Und am Ende hat man dann, denke ich, einen ganz guten Ausgangspunkt für die Zukunft, sage ich jetzt mal.
00:51:51: Was wir noch zu der Story mit dem Kind einfällt, das waren ja auch irgendwie Amerikaner.
00:51:55: Das war so richtige Klischeefall irgendwie, weil man im europäischen Raum lacht mir manchmal so ein bisschen immer über die Amerikaner, weil irgendwie die halt irgendwie ungebildeter sind oder was weiß ich, aber es war ja wirklich genau so ein Case irgendwie, wenn man sich so denkt, das ist halt schon unwahrscheinlicher, dass sowas in Europa passiert, also so ist es gefühlt, wo die halt einfach ja wieder so ein... ... sich gedacht haben, viel hilft halt viel.
00:52:18: Auch nicht viel nachgedacht, einfach gemacht und ... ... einfach executed, wie es halt so ist.
00:52:24: War auf jeden Fall echt wild, weil ich meine, ... ... ich habe halt echt fast ihr Kind umgebracht.
00:52:27: Das war schon krass.
00:52:28: Das ist
00:52:28: unglaublich.
00:52:30: Da ist man ja auch nicht direkt draufgekommen.
00:52:32: Da hat man zuerst mal gerätselt und halt festgestellt, ... ... der kalze Spiegel ist unter Verhandler liefen.
00:52:38: Also unfassbar hoch.
00:52:40: Wunder, dass das Kind überhaupt noch lebt.
00:52:42: Und irgendwann hat man dann festgestellt so ... hat es geheißen, nimmst du irgendwelche Medikamente?
00:52:46: Nee, nee.
00:52:48: Oder irgendwann ist halt dann die Vitamin D-Supplementierung zum Thema geworden.
00:52:51: Wenn man das jetzt nochmal in Relation setzt, das ist jetzt wirklich ein kleines Kind gewesen.
00:52:55: Es war noch nicht mal ein Jahr alt.
00:52:57: Und das hat über das letzte Halbjahr, also ich glaube sogar länger, es waren irgendwie acht Monate, hatte das jeden Tag eine Pipette bekommen.
00:53:04: Es waren irgendwie wahrscheinlich zwanzig, zwanzig, tausend Einheiten.
00:53:07: Jeden Tag winziges Kind.
00:53:10: So, was muss jetzt ein Erwachsener zu sich nehmen, um so schnell in eine Über... Versorgen zukommt.
00:53:16: Einfach nochmal die Relation.
00:53:19: Das sind schon hohe Mengen.
00:53:21: Das ist nicht so, dass man das einfach so mal schnell passiert.
00:53:23: Zumindest sehr selten.
00:53:25: Ja, und wenn wir beim Thema Supplementierung bleiben, dann gibt es noch einen wichtigen Punkt.
00:53:29: jetzt vielleicht zum Abschluss und das sind die Co-Faktoren ist vielleicht das falsche Wort, aber die begleiten Mikronährstoffe, die man zu Vitamin D eben einnehmen sollte und das ist einerseits mal das Vitamin K II.
00:53:40: Wir haben bei Vitamin D schon darüber geredet, dass es den Kalzimspiegel ja reguliert.
00:53:44: Wenn man sehr viel Vitamin D hat, kann man den Kalzimspiegel auch erhöhen, weil die Darmaufnahme auch steigt.
00:53:49: Deswegen hat man dann mehr Kalzium im Blut.
00:53:50: Und da wollen wir aber eigentlich nicht, dass es bleibt, sondern das soll sehr, sehr streng reguliert sein.
00:53:56: Und der Körper möchte dieses Kalzium dann auch wieder rausbringen.
00:53:58: Und dafür ist das K II zuständig, dass man eigentlich immer gemeinsam mit Vitamin D supplementieren sollte.
00:54:04: Bei den allermeisten Supplements heutzutage ist das auch schon direkt mit dabei.
00:54:08: mal in einer besseren, mal in einer schlechteren Begleitdosis, sage ich jetzt mal, vom Verhältnis her.
00:54:15: Aber das ist sehr, sehr wichtig, das gehört eben dazu, dass wir eben... nicht das Calcium in den Gefäßen liegen haben, wo dann eine Arterisklose zum Beispiel auch entstehen kann.
00:54:25: Also diese Calzifizierung, diese Aushärkung von den Gefäßen und das andere ist eben Magnesium.
00:54:29: Magnesium ist auch sehr wichtig, weil wir haben über den Schritten der Leber und über den Schritt in der Niere gesprochen und beide diese Schritte, wo das Vitamin D aktiviert wird, diese Magnesium abhängen.
00:54:40: Das heißt, das funktioniert nicht ohne Magnesium.
00:54:43: Also Kann zum Beispiel auch sein, dass man Vitamin D immer fleißig supplementiert.
00:54:47: Das kann aber gar nicht in die aktive Form umgewandelt werden, weil man ja nicht genügend Magnesium hat.
00:54:52: Insofern sehr, sehr wichtig.
00:54:53: Auf der anderen Seite kann es auch sein, wenn man schon sehr niedrigen Magnesiumspiel hat, dann supplementiert dann Vitamin D und der Körper kratzt das letzte Magnesium noch zusammen, um das Vitamin D dann auch zu aktivieren.
00:55:04: Und man verstärkt dann nochmal seinen Magnesiummangel.
00:55:06: Die letzten Reserven werden dann auch noch aufgebraucht.
00:55:09: Und man bekommt dann die klassischen Symptome von der Magnesiummangel.
00:55:12: Also da muss man auch dann aufpassen und das Ganze immer.
00:55:16: im Bigger Picture sehen, weil die ganzen Mikronährstoffe natürlich auch untereinander mit zusammenhängen und bei Vitamin D ist auf jeden Fall K-II und Magnesium eben sehr, sehr wichtig.
00:55:27: Ein letzter Punkt dann noch, wenn es um die gemeinsame Einnahme mit dem Essen geht, Vitamin D ist ja fettlöslich und kann deswegen besser gemeinsam mit Fett aufgenommen werden.
00:55:36: Deswegen gibt es ja diese ölbasierten Kapseln, diese ölbasierten Tropfen, dann auch die NCT-Öl mit dabei haben oder teilweise auch Olivenöl mit dabei haben.
00:55:45: Und so weiter und so fort.
00:55:46: Die haben auf jeden Fall eine ca.
00:55:47: dreißig bis fünfzig Prozent bessere Bio-Verfügbarkeit, als wenn man das ohne Fett macht.
00:55:51: Deswegen sind ölbasierte Kapseln oder Tropfen auch meistens diesen Pressling in diesen Kleinen, die auch sehr viel günstiger sind, aber den von der Bio-Verfügbarkeit her überlegen.
00:56:02: Das sollte man
00:56:03: noch berücksichtigen.
00:56:04: Genau.
00:56:05: Ulla am besten ist einfach zu einer Mahlzeit einnehmen.
00:56:07: Das macht ohnehin sehr viel Sinn.
00:56:13: Das ist ja interessanterweise meistens in diesen klassischerweise verschriebenen Bolus-Präparaten, über die wir gesprochen haben, die man irgendwie einmal die Woche nimmt, wie einmal die Woche zehntausend, zwanzigtausend einhalten.
00:56:23: Das habe ich zumindest noch nie gesehen, ist eigentlich nicht drin.
00:56:27: Das muss man auch nochmal dazu sagen.
00:56:28: Das ist halt Bolus.
00:56:29: So ist eigentlich schon überholtes Thema.
00:56:32: Und meistens in diesem Präparat man halt auch kein K-II oder auch kein Magnesium oder irgendwas drin.
00:56:37: Das heißt, ja, nur um das nochmal kommentiert zu haben.
00:56:42: Also es wird schon immer seltener, aber wie du sagst, Bolas, also vor allem so Monats-Megadosen sind keine gute Idee, weil der Körper bei sehr, sehr krassen Überdosen innerhalb von kurzer Zeit auch Enzyme aktiviert, die das Vitamin D dann aktiv zerstören und abbauen, weil dann mit dieser Überdose es gar nicht fertig wird, das heißt ein Teil verpufft dann einfach.
00:57:00: Wie das jetzt bei diesen wöchentlichen Dosen ist, das ist eigentlich gar nicht so gut erforscht, ich denke da ist es noch recht gut.
00:57:06: recht im Rahmen, aber die beste Möglichkeit, Vitamin D einzunehmen, wie wir schon gesagt haben, eigentlich mal jeden Tag seine Dosis und das Ganze halt eben messbasiert zu machen.
00:57:17: Das ist eigentlich auch schon das beste Schlusswort, was wir mit der Folge nämlich eigentlich sagen wollten, ist...
00:57:22: Sollte immer messen.
00:57:24: Ja, auf allen Dingen mal Vitamin D-Spiel messen gehen, zum Arzt gehen, sich einen Test bestellen, kostet meistens so zwanzig, fünfundzwanzig, dreißig Euro je nachdem und dann weiß man damals Bescheid.
00:57:35: Wichtig, Supplements vorher absetzen, vor allem Biotin, wenn man nicht weiß, wie der Vitamin D-Spiegel überhaupt gemessen wird.
00:57:42: Ansonsten schicken wir euch schöne Grüße aus Kapstadt.
00:57:46: Die nächste Folge werden wir auch noch in Kapstadt aufnehmen.
00:57:49: Wenn es Fragen gibt, Wünsche beschwerden, dann einfach melden unter podcastadbionlifespan.de oder kommentieren auf YouTube, Spotify, Apple Podcast.
00:57:56: Wir schauen uns das alles an und beantworten die ganzen Fragen dann auch direkt da.
00:58:00: Und ansonsten machen wir sicher irgendwann nochmal eine große Ask Anything Episode, wo wir viele von diesen Themen dann nochmal zusammenfassen.
00:58:07: Dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, danke fürs Zuschauen, danke fürs zu hören.
00:58:11: Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.
00:58:13: Ciao.
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